Pflegereform, ePA-Streit, Notaufnahmen: Linnemann will sparen und die Kassenzahl halbieren

Shownotes

Pulsschlag Politik, 3. November 2026: Pflegereform, ePA-Streit, Notaufnahmen, Kassenzahl

Kurzfassung: Udo Sonnenberg und Christoph Nitz über die Sitzungswoche vom 2. bis 8. November 2026: erste Lesung des Pflegeneuordnungsgesetzes, 95 Thesen gegen die ePA, Kassen-Zugriff im GeDIG, Barmer-Krankenhausreport, BKK-Nachhaltigkeitsstudie, Streit um Arzttermine, weniger Krankenkassen, Influencer-Werbung und Medizinstudium.

Das Wichtigste in Kürze

  • 5. November 2026: erste Lesung PNOG, Beitragssatz stabil bei 3,6 Prozent.
  • 4. November 2026: Anhörungen zu Prävention und Organspende.
  • 12,7 Millionen ambulante Notfallbehandlungen 2024, rund 60 Prozent ohne apparative Diagnostik.
  • GKV: 2,6 Milliarden Euro Überschuss nach sechs Monaten.

Themen dieser Folge

Was steht im Pflegeneuordnungsgesetz?

Beitragssatz 3,6 Prozent, höhere Beitragsbemessungsgrenze, höherer Kinderlosenzuschlag. Carsten Linnemann: »Wir müssen rund zehn Prozent einsparen.«

Braucht die ePA einen Neustart?

Die Initiative GeBeDi fordert mit 95 Thesen eine arztgeführte, strukturierte Dokumentation; nur rund acht Prozent nutzen die ePA aktiv. Der vdek will den digitalen Versorgungseinstieg in die ePA-Apps der Kassen legen.

Was dürfen die Kassen nach dem GeDIG?

Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Pflegebedürftigkeit, mit Einwilligung auch mit ePA- und Wearable-Daten. Die KBV hält das Gesetz so für nicht rechtssicher, Markus Blumenthal-Beier (Hausärzteverband) spricht von einem »Dammbruch«.

Wie lassen sich Notaufnahmen entlasten?

Christoph Straub (Barmer) fordert eine verpflichtende Ersteinschätzung; in Dänemark sind 42 Prozent der Fälle nach telefonischer Beratung abgeschlossen. Gerald Gaß (DKG) sieht die Kassen bei der Gesundheitskompetenz gefragt.

Ist digitale Versorgung nachhaltig?

Nicht automatisch, sagt eine Studie von BKK-Dachverband und Berlin Institute of Health at Charité. Anne-Kathrin Klemm (BKK): Digitalisierung nicht mit Nachhaltigkeit gleichsetzen.

Kostet das Sparpaket Arzttermine?

Andreas Gassen (KBV): »mehr als 50 Millionen Termine« weniger. Stefanie Stoff-Ahnis (GKV-Spitzenverband): gestrichen würden Zuschläge, die Vergütung steige 2027 um 2,2 Prozent. Torsten Kudela (Hausärzteverband Sachsen-Anhalt) schreibt Kanzler Merz zur Notfallreform: »Neue Strukturen schaffen keine zusätzlichen Ärzte.«

Wie viele Krankenkassen braucht Deutschland?

Linnemann will die Zahl von über 90 mindestens halbieren, Oliver Blatt (GKV-Spitzenverband) hält eine erzwungene Reduzierung nicht für effizienter. Schätzerkreis 2027: Ausgaben plus 2,2 Prozent, Einnahmen plus 4,8 Prozent.

Soll Influencer-Werbung für ungesunde Lebensmittel verboten werden?

57 Prozent stimmen laut forsa-Umfrage für den vzbv zumindest eher zu. Ramona Pop (vzbv) fordert das Verbot bei überwiegend jungem Publikum.

Was fordern die Medizinstudierenden?

Ein faires Praktisches Jahr und Lehrinhalte zu Digitalisierung, ambulanter Versorgung und Gendermedizin; Unterstützung vom Marburger Bund.

Termine

  • 4. November 2026, 16 und 18 Uhr: Anhörungen Prävention und Organspende
  • 5. November 2026, 9 Uhr: erste Lesung PNOG
    1. November 2026: nächste Folge

Quellen

Über Pulsschlag Politik

Udo Sonnenberg (BVDVA) und Christoph Nitz (meko factory Redaktionsbüro) diskutieren dienstags in den Sitzungswochen die Gesundheitspolitik. Nächste Folge: 24. November 2026.

Transkript anzeigen

00:00:04:

00:00:12: Guten Tag.

00:00:14: Ich begrüße Sie zur Pulsschlagpolitik, den gesundheitspolitischen Themen dieser Sitzungswoche.

00:00:20: Udo Sonnenberg und Christoph Nitz werden immer Dienstags in jeder Sitzungwoche die anstehenden Themen kommentieren.

00:00:25: UDo Sonnenberg ist Politikberater in Berlin.

00:00:28: Er gründete im Jahr zwei Tausend dreizehn die Beratungsgesellschaft Elf-Null-Elf – und ist seit zweitausendfünfzehn Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Versandapotheken BVDVA.

00:00:44: Als Leiter des MECO Factory Redaktionsbüros wird mit er sich besonders gesundheitspolitischen Themen.

00:00:50: Das Redaktionbüro erstellt Nachrichten-Podcasts und Newsletter.

00:00:54: Herzlich Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Pulschlag Politik, mein Name ist Christoph Nitz und ich freue mich das auch heute wieder Udo Sonnenberg mich begleitet!

00:01:14: Ja, dann formiert der kurze Überblick was euch heute inhaltlich erwartet.

00:01:19: Im Bundestag gibt es Anhörungen zu Prävention und Organspende.

00:01:23: Der Bundesrat muss sich mit der Notfallreform des Gesundheitsausschuss im dorthigen Gesundheitsauschuss befassen Und das Digitalgesetz GELIC steht an Die Notaufnahmen die Notfall reform läuft weiter.

00:01:38: Es geht um Arzttermines geht insgesamt wie viel gesetzte Krankenkassen benötigen wir?

00:01:44: Influencer-Werbung wird stark kritisiert und das Medizinstudium sollte verbessert werden.

00:01:51: Udo, starten wir also?

00:01:53: Und deshalb meine erste Frage was steckt hinter den

00:02:10: Positionen, die gerade zeigen ja die unterschiedlichen Sichtweisen.

00:02:16: Diese beiden Blickwinkel einer kommt von den Ärzten, einer vom Krankenkass in diesem Fall der Verband der Ersatzkassen da ist zum einen eben die Ärztinitiative Gesundheit besser digitalisieren kurz GBD es ist eine schöne Abkürzung.

00:02:31: dahinter stehen Ärztinnen und Ärzte Psychotherapeuten Patientenrechtler unter frühere Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kälber.

00:02:40: Mit besagten Femurneunzig Thesen fordern sie nichts weniger als ein Neustart, denn die bisherige Epa so ihr Fazit funktionieren nicht.

00:02:49: Nur rund acht Prozent der gesetzlich Versicherten nutzen Sie aktiv im Moment und der Kölner Hausarzt Stefan Streit bringt es an dem an der Stelle auf den Punkt.

00:02:59: ich bekomme eine digitale Wäscheleiner an der hängen mit Datum verschlossene Briefumschläge.

00:03:06: Eine Suchfunktion gibt es nicht.

00:03:08: Für drei Patienten sei das lästig, bei Achtzig ein echtes Problem.

00:03:15: Statt der jetzigen Akte wollen die Kritiker eine arztgeführte strukturierte Dokumentation wie sie es in anderen Ländern bereits Standard ist.

00:03:25: Behandelnde müssten ohnehin ärztlich dokumentieren.

00:03:28: diese Daten sollten föderiert und vernetzt werden, sodass Befunde mit Zustimmung der Patienten gezielt geteilt werden können.

00:03:37: Und Forschung- und Patientenakte sollten getrennt werden!

00:03:42: Mit schlechten Daten warnt der Psychiater Andreas Meißner werde man keine gute Forschung betreiben können – ein toter Gaul lasse sich eben nicht über die Zielinie prügeln, man brauche eine ehrliche Bestandsaufnahme dessen was etwa beim Erezept recycelt werden könnte.

00:04:01: Ganz anders, ich habe es angedeutet der Blick der Krankenkassen hier eben der Vermannter Ersatzkassen Vdeck ersetzt auf die geplante Gesetzgebung für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen wir sprechen ja heute noch öfter drüber.

00:04:16: kurz GDIC und will den sogenannten digitalen Versorgungs-Einstieg direkt in die IPA Apps der Kranken Kassen legen.

00:04:26: Die Idee dahinter, wer Beschwerden hat, klärt seinen Bedarf digital vor.

00:04:32: Bekommt alles in einer App – das könnte Wartezeiten auf Facharzttermine verkürzen und teure Doppelstrukturen vermeiden so VDEC-Chefin Ulrike Elsner.

00:04:41: Parallelwege verwirrten die Versicherten und kosten eben doppelt!

00:04:46: Beide Positionen ein immerhin eines.

00:04:48: der Status quo reicht nicht.

00:04:50: Die einen sagen erst Neuanfang, dann Ausbau.

00:04:53: Der VDEC sagt die bestehende App nutzen und zum zentralen Zugang ausbauen.

00:04:59: Welche Richtung Gesundheitsminister Karsten Lindemann einschlägt dürfte eines der wichtigsten Digitalisierungsthemen der kommenden Monate sein und werden?

00:05:09: Lieber Christoph, die Ersatzkassen haben beim GELIC sich auch noch an anderer Stelle zu Wort gemeldet.

00:05:15: was hast du dazu?

00:05:18: Ja, also es sollen schwerwiegende Herz-Kreislauferkrankungen oder auch drohende Pflegebedürftigkeit in Kassenkünftig Daten geschützt früh zu erkennen sein.

00:05:27: Also sie wollen das quasi auslesen und mit Einwilligung wollen Sie dafür auch Daten aus der EPA und aus Variables einsehen?

00:05:37: Die fundier schon zitierte VDX-Chefin Ulrike Elzner begrüßt das und sie sagt reine Abrechnungsdaten bilden nicht alle relevanten medizinischen Parameter ab Und es liegen oft nur diese mit zeitlichen Verzug vor.

00:05:52: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung KBV hält das Gesetz in der vorliegenden Form für nicht recht sicher, aber auch für nicht praktikabel.

00:06:01: In einem Schreiben an das Wirtschafts- und auch an das Gesundheitsministerium – dieses Schreiben lag dem Deutschen Erzeblatt für seine Berichterstattung vor – nennen sie die Anpassungen für unverzichtbaren.

00:06:15: Erstens, der digitale Versorgungs-Einstieg darf aus Sicht der KBV nicht allein über die Anwendung der Krankenkassen laufen.

00:06:23: Gleichberechtigte Wege müssten bestehen bleiben etwa über den Terminservice-Einseins-Six-Eins-Seven.

00:06:29: und zweitens einheitliche Anforderungen an private Digitale-Terminsysteme in den Braxen legen außerhalb der Zuständigkeit von KBW und dem GKV-Spitzenverband.

00:06:40: Udo – an diesem Blick der Kassen in die Akte entzündet sich auch der nächste Streit.

00:06:44: Was sagen denn die Hausärztinnen dazu?

00:06:48: Zusammenhang mit dem GEDIC gibt es in der Tat noch ein bisschen mehr ungemacht.

00:06:52: Die Bundesregierung plant nämlich, das was wir gerade angesprochen haben den Kassen im Einblick in die EPA zu geben.

00:06:58: Hausärzte Chef Markus Blumenthal-Bayer spricht laut Spiegel von einem Dammbruch Das Vertrauen in die Gesundheitsdigitalisierung würde weiter erodieren.

00:07:12: Dabei habe die Politik stets beteuert, nur Ärztinnen und Patienten dürfen die Akte

00:07:18: einsehen.".

00:07:19: Die Kassen könnten so Daten analysieren, Profil erstellen und Versicherte direkt ansprechen.

00:07:25: Zwar soll eine Zustimmung der Patienten nötig sein und werden doch ein Hinweis, der sich in den AGB verstecke sei kein Freibrief mit Blick auf die intimsten Daten so blumentar bei ja.

00:07:39: Wechseln wir kurz zu einem etwas anderen Thema sinnvolle Patientensteuerungen Christoph.

00:07:44: Die Barma hat sich dazu Wort gemeldet.

00:07:47: Ja, Sie sagen in Ihrem neuen Krankenhaus Support das zwölf Komma sieben Millionen ambulante Notfallbehandlungen im Jahr zwei tausend vierundzwanzig in den Krankenhäusern erfolgten und davon seien sechszig Prozent ohne operative Diagnostik erfolgt.

00:08:04: Barmerschiff Christoph Straub fordert deshalb mehr als die jüngst beschlossene Notfallreform.

00:08:10: Er möchte eine verpflichtende Ersteinschätzung mit einer verbindlichen Steuerung in die jeweils richtige Versorgungsebene.

00:08:18: Und dann müssten die Praxen, die Patientinnen aber auch übernehmen", sagt er.

00:08:22: Reportautor Daniel Krantt verweist auf Dänemark – dorthin wird ja zurzeit gerne verwiesen?

00:08:29: Wer dort nicht in akuter Lebensgefahr ist muss sich zuerst telefonisch beraten lassen und forty-two Prozent dieser Ersteinschätzung sind bereits fallabschließend!

00:08:41: Die Krankenhäuser sehen aber auch die Kassen in der Pflicht.

00:08:44: Gerald Gas, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, die KG, nimmt ausreichend finanzierte Notaufnahmen, Angebote im niedergelassenen Bereich und mehr Gesundheitskompetenz.

00:08:56: Bei letzterer sieht er die Krankenversicherung in der Pflicht.

00:09:00: Perspektivisch soll die Ersteinschätzung digital unterstützt laufen oder die Betriebskrankenkassen haben untersuchen lassen.

00:09:07: Wie nachhaltig ist denn die Digitalisierung im Gesundheitswesen?

00:09:11: Was haben Sie da rausbekommen?

00:09:14: In der Tat auch ein spannendes Thema, Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden ja immer mal wieder als nicht ganz kompatibel beschrieben.

00:09:23: Dazu hat eben der BKK-Dachverband, eben deine von dir gerade erwähnte oder die Studie durchgeführt.

00:09:29: Zitat wir freuen uns schon dass die elektronische Patientenakte allmählich in die Gänge kommt sagt die BKK Vorständen an Anne Katrin Klemm bei der Vorstellung der neuen Studie, die die Betriebskankenkassen gemeinsam mit dem Berlin Institute of Health at Charité erstellt haben.

00:09:51: Der Druck ist ziemlich groß, demografischer Wandel und Fachkräftemangel fordern eben Lösungen und Digitalisierung könnte.

00:09:59: eine dieser Lösungen sein.

00:10:01: Doch sie hat natürlich den berühmten Haken digitale Anwendung, verbrauchen viel Energie und verursachen CO-Zwei-Emissionen.

00:10:08: Deshalb so klemmen sollte Digitalisierung nicht automatisch mit Nachhaltigkeit gleichgesetzt werden.

00:10:14: Das zentrale Ergebnis der Studie Digitalisierung und Nachhaltigkeit müssen als zwei Seiten derselben Medaille gedacht werden.

00:10:24: Entscheidend ist, ob digitale Anwendungen messbar zu einer besseren Versorgung beitragen.

00:10:31: Den gesetzlichen Krankenkassen kommt dabei eben besagte Schlüsselrolle dazu.

00:10:36: die Studie empfiehlt zudem hybride-Versorgungspfadet zu denken, die analoges und digitales sinnvoll verbinden Interoperabilität und Datenqualität verträglich oder vertraglich zu verankern und einheitliche Kennzahlen zu entwickeln, damit Nachhaltigkeitsaussagen vergleichbar werden.

00:10:57: Digitale Teilhabe priorisieren, damit vulnerable Gruppen eben nicht ausgeschlossen werden.

00:11:03: und schließlich Nachhaltigkeit flächendeckend in Beschaffung und Verträgen verankern.

00:11:09: Denn auch die digitale Versorgung hat materielle und ökologische Voraussetzungen.

00:11:15: Kurzum, wo Digitalisierung draufsteht ist noch lange nicht Nachhaltigkeiten drin.

00:11:20: Du hast ein paar Zusammenhänge zum Thema Personalmangel, Notfallreform und lange Warteschlangen Christoph.

00:11:27: Wie sieht es doch aus?

00:11:29: Ja auf jeden Fall!

00:11:31: Mehr als fünfzig Millionen Termine weniger so beziffert KBV-Ship Andreas Gassen die Folgendes spart Pakets für die gesetzliche Krankenversicherung.

00:11:42: Stephanie Stoff-Anes, die Vizesefin des GKV Spitzverbandes hält das allerdings für falsch und spricht von einem Affront gegen über seventy fünf Millionen Gesetze versicherten und deren Arbeitgeberinnen.

00:11:57: Ihr Argument gestrichen werden nicht die Vergütung für ärztliche Leistungen sondern lediglich die Zuschläge und Boni für eine besonders schnelle Termin vergabe.

00:12:06: sie betontet Schnelle Terminvergabe hätte eh nie stattgefunden.

00:12:11: Der Bundesrechnungshof hatte auch bereits festgestellt, zwischen dem Jahr zwei Tausend neunzehn und zwei tausend vierundzwanzig stieg die durchschnittliche Wartezeit gesetzlich versichert war auf Facharzttermine von dreientreißig auf zweiundvierzig Tage.

00:12:26: Die Vergütung seit...die Vergütungen steigt zweitausendsiebenzwanzi um insgesamt zwei Komma zwei Prozent das seien immerhin mehr als eine Milliarde Euro.

00:12:37: Aus Sachsen-Anhalt kommt eine Warnung.

00:12:40: Torsten Kudela, der Vorsitzende des dortigen Hausärztinnen und Hausärzteverbandes schrieb an Bundeskanzler Friedrich Merz zur Notfallreform.

00:12:49: Neue Strukturen schaffen keine zusätzlichen Ärzte sie verteilen lediglich die ohnehin knappe Arztarbeitszeit neu.

00:12:58: Die Kassenärzte Vereinigung Sachsens Anhalt rechnete im vergangenen Jahr damit das bis und Fachärztin in den Ruhestand gehen könnten.

00:13:11: Da kann man den Konjunktiv ruhig weglassen, die werden das wohl auch machen.

00:13:14: Aber Udo, Karsten Linnemann möchte wenige Gesetze ihr Krankenkassen?

00:13:19: Wie weit will er denn dabei gehen?

00:13:20: Zur Zeit gibt es dreieinundzig.

00:13:22: Und wie steht eigentlich die GKV finanziell da?

00:13:27: Die Kreatienfrage schlecht sind – wie viel Krankenkassens braucht Deutschland?

00:13:31: Bundesgesundheitsminister Karsten Linnemann findet deutlich weniger als jetzt!

00:13:36: Schon im April fordert er die Zahl von, du hast es gerade angedeutet über neunzig Kassen mindestens zu halbieren.

00:13:43: Zehn Reichten aus seiner Sicht aber auch aus Ende des Jahres legt eine Kommission eben dazu ein Bericht vor und Reformen sollen dann im nächsten Jahr also zwanzig siebenundzwanzig konkret folgen.

00:13:56: wir kennen das erste Kommission Gesetzgebungsverfahren, Widerstand kommt in der Tat.

00:14:02: Man ahnt es vom GKV-Spitzenverband, deren Chef Oliver Blatt sagt eine zwanghafte Reduzierung mache das System nicht effizienter und erkenne keinen Wissenschaftler, der das ernsthaft fordere.

00:14:16: Die Verwaltungskosten liegen durch den Wettbewerb ohnehin nur noch bei rund vier Prozent.

00:14:21: Das sind größtenteils Personalkosten.

00:14:23: Fusionen seien sinnvoll wenn sie wirtschaftliche Vorteile bringen.

00:14:28: Aber ob zwanzig, fünfzig oder zehn Kassen, das soll schließlich der Wettbewerb regeln.

00:14:34: Zustimmung für Fusion kommt eben vom SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis.

00:14:43: Das ist ja der gesundheitspolitische Sprecher der SPD Bundestagsfraktion.

00:14:47: Doppelstrukturen so Pantazzis abbauen, Prozesse verschlanken.

00:14:52: Entscheidend blieben aber Qualität und Wahlfreiheit der Versicherten so PANTAZIS.

00:14:58: Und finanziell geht es der GKV ohnehin aktuell besser.

00:15:03: Das Sparpaket der Koalition bremst die Ausgaben massiv.

00:15:07: nach sieben Prozent Steigerung im ersten Halbjahr, sagt der Schätzerkreis für im Jahr nur noch zwei Prozent voraus, bei vier Prozent mehr Beitragseinahmen.

00:15:21: Der Preis ist hoch, versicherte Zahlen mehr Zuzahlung und eine erhöhte Beitrags-Bemessungsgrenze, Arbeitgeber mehr für Minijobber.

00:15:31: nach sechs Monaten verbucht die GKV bereits einen Überschuss von zwei Komma sechs Milliarden Euro.

00:15:37: Aukaden, Ersatzkassen und Betriebskrankenkassen haben die gesetzlich vorgeschriebene Mindestrücklage wieder erreicht.

00:15:45: Sorgenkind bleiben die Innungskrankenkasten mit nur acht Prozent Reserven.

00:15:49: Insgesamt sprechen die Zeichen für stabile Zusatzbeiträge – zwanzig siebenundzwanzig allerdings!

00:15:54: Die Kosten der sogenannten Standortklausel sind in den Schätzungen noch nicht eingepreist.

00:16:01: Die finanzielle Unsicherheit könnte also wieder

00:16:05: wachsen.".

00:16:06: Ja, kommen wir zum Thema Prävention.

00:16:08: Christoph da gibt's eine Vorsamenfrage?

00:16:13: Ja vier von zehn jungen Menschen haben schon mal ein Lebensmittel gekauft weil es ihnen von Influencerinnen empfohlen wurde.

00:16:21: das zeigt die von der angesprochene Vorsamen Frage.

00:16:23: die würde erstellt für den Verbraucherzentrale Bundesverband.

00:16:28: Sieben-achtzig Prozent der befragten Sacken zugleich sie könnten Bergung auf Social Media leicht erkennen.

00:16:35: Der Verband fordert deshalb aber ein Verbot von Influencer-Werbung für ungesunde Lebensmittel, sofern das Publikum überwiegend jung sei.

00:16:45: Die Vorstellung Ramona Popp sagt, wer behauptet Ernährung sei allein Privatsache blendet aus wie Starkwerbung.

00:16:52: unser Verhalten der Einfluss – siebenfünfzig Prozent der Befragten stimmen einen solchen Verbot übrigens zunächst eher

00:17:00: zu.".

00:17:01: Kommen wir zum fünfenachtzigsten Bayerischen Ärztinnen und Ärzte-Tag.

00:17:05: Dort soll Ernährung, Bewegung und Suchtprävention in die Lehrpläne der Schulen gebracht werden, ist das Anliegen.

00:17:12: Und bleiben wir bei der Prävention.

00:17:14: am Mittwoch hört sich der Gesundheitsausschuss des Bundestages Sachverständige an um unter anderem zu den Anträgen von Bündnis Neunzig die Grünen zur Alkoholprävenzion und einer Herstellerabgabe auf zuckergesüßte Getränke ihre Fachkenntnis einzubringen.

00:17:32: Udo in Götting haben wiederum Medizinstudierende zu einer Demonstration für die Reform ihrer Studiums aufgerufen, was stört die Studierenden?

00:17:42: Ja!

00:17:43: Die Zukunft des Gesundheitswesens beginnt unter anderem im Hörsaal.

00:17:49: Doch ja, da klemmt es ein bisschen Medizinstudierende.

00:17:53: Du hast es gerade angedeutet.

00:17:54: in Göttingen fordern eben eine grundlegende Reform des Studiums.

00:17:59: ihr Fazit wir werden für einen System ausgebildet das spätestens seit der Krankenhausreform so nicht mehr funktioniert.

00:18:07: Ein zentraler Kritikpunkt das praktische Jahr.

00:18:10: Die angehenden Ärztinnen und Ärzte arbeiten dort bereits in Vollzeit im Krankenhaus, die Aufwandsentschädigung reich aber kaum um – die Miete zu zahlen, zudem fehlten im Lehrplan Themen, die längst Realität sind Digitalisierung, ambulante Versorgung oder Gendermedizin.

00:18:27: Unterstützung kommt auch vom Marburger Bund.

00:18:31: Wer medizinischen Nachwuchs gewinnen wolle, müsse schon während der Ausbildung faire Bedingungen bieten.

00:18:38: Verschleppen Bund und Länder die Reformen weiter, spielten sie so ein studentischer Organisator Lotto mit der Zukunft unseres Gesundheitssystems.

00:18:48: Eine Petition in der Hinsicht hat bereits mehr als zwölf tausend Unterschriften gesammelt.

00:18:54: und ja mit diesen spannenden und wichtigen Hinweisen was den medizinischen Nachwuchs und die Zukunft des Gesundheitswesens angeht schließen wir für heute sagen Tschüss!

00:19:05: Und wir hören uns am.

00:19:11: Ich

00:19:15: hoffe, Ihnen hat unsere Podcast-Folge zur Gesundheitspolitik in dieser Sitzungswoche des Deutschen Bundestags gefallen.

00:19:21: Schreiben Sie uns Anregungen und Ideen an!

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